Wie viele Kartons brauche ich?
Als Faustregel gelten rund 10 bis 12 Umzugskartons pro Person in einem normal eingerichteten Haushalt, bei vielen Büchern deutlich mehr. Für eine 3-Zimmer-Wohnung mit zwei Personen sind 40 bis 60 Kartons realistisch. Kalkulieren Sie lieber zehn Prozent mehr – ein fehlender Karton am Abend vor dem Umzug ist ärgerlicher als drei übrige.
Setzen Sie auf stabile, doppelwandige Profikartons in einheitlicher Größe. Sie lassen sich sicher stapeln und tragen die Last besser als Supermarktkartons, die im Treppenhaus unter dem Boden nachgeben. Bücherkartons sind bewusst kleiner, damit sie nicht überladen werden.
- Faustregel: 10–12 Kartons pro Person
- Bücherkartons für Schweres, Standardkartons für Leichtes
- Kleiderboxen für Hängegarderobe sparen Bügeln
- Zehn Prozent Reserve einplanen
Gewicht, Statik und Reihenfolge
Ein Karton sollte 20 Kilogramm nicht überschreiten – das ist die Grenze, bis zu der eine Person ihn sicher über eine Treppe trägt. Schweres nach unten, Leichtes nach oben, Hohlräume mit Handtüchern oder Papier füllen, damit nichts rutscht. Ein halbleerer Karton wird beim Stapeln zur Falle: Er gibt nach, und die Kartons darüber kippen.
Kleben Sie den Boden über Kreuz ab, nicht nur die Naht. Packen Sie zimmerweise und beginnen Sie mit dem, was Sie in den letzten Wochen ohnehin nicht brauchen: Keller, Gästezimmer, Bücher, Deko, Saisonkleidung.
- Maximal 20 kg pro Karton
- Boden über Kreuz verkleben
- Schweres unten, Leichtes oben, Hohlräume füllen
- Zimmerweise packen, nicht kategorisch
Geschirr, Gläser und Elektronik
Teller werden hochkant nebeneinander gestellt, nicht flach gestapelt – so brechen sie deutlich seltener. Gläser kommen einzeln in Papier gewickelt stehend in den Karton, idealerweise mit Trennstegen. Zwischen die Lagen gehört Polster, oben ebenfalls, damit nichts wandert.
Bei Elektronik lohnt die Originalverpackung, wenn vorhanden. Fotografieren Sie vor dem Abbau die Kabelanschlüsse an Fernseher, Router und PC – das erspart am Zielort die Rätselei. Festplatten, Konsolen und Bildschirme gehören gepolstert und aufrecht transportiert, Toner und Druckerpatronen separat.
- Teller hochkant, Gläser einzeln eingewickelt und stehend
- Polster zwischen den Lagen und obenauf
- Kabelanschlüsse vorher fotografieren
- Bildschirme aufrecht und gepolstert transportieren
Beschriften – der am meisten unterschätzte Schritt
Beschriften Sie an der Seite, nicht oben: Gestapelte Kartons zeigen nur ihre Flanke. Auf das Etikett gehören Zielraum, grober Inhalt und ein Hinweis wie „zerbrechlich“ oder „zuerst auspacken“. Wer mit Farbpunkten pro Raum arbeitet, macht das Entladen für das Umzugsteam nochmals schneller – und schneller heißt bei Abrechnung nach Aufwand günstiger.
Führen Sie zusätzlich eine kurze Liste mit Kartonnummern und Inhalt. Spätestens wenn nach drei Tagen die Kaffeemaschine gesucht wird, zahlt sich das aus.
- Seitlich beschriften: Zielraum + Inhalt
- Farbsystem pro Zimmer verwenden
- „Zerbrechlich“ und „zuerst öffnen“ klar markieren
- Kartonliste mit Nummern führen
Was nicht in den Karton gehört
Bargeld, Schmuck, Ausweise, Verträge, Medikamente und Laptops fahren im eigenen Auto mit. Gefahrgut wie Benzin, Gasflaschen, Farbreste oder Spraydosen darf ein Umzugsunternehmen nicht transportieren – solche Reste gehören vorher zur Problemstoffsammlung.
Pflanzen, offene Lebensmittel und Getränke sind ebenfalls schlechte Kartonfüllung. Was auslaufen kann, läuft aus – meist über die Kiste mit den Büchern.

