Schritt 1: Bestandsaufnahme und Entscheidung
Am Anfang steht die ehrliche Bewertung: Was muss weg, was bleibt, was wird nur aufgefrischt? Prüfen Sie Untergründe, Feuchtigkeit an Außenwänden, Zustand von Elektrik und Sanitär sowie den Bodenaufbau. Gerade in Altbauten in Mainz, Wiesbaden oder Frankfurt entscheidet dieser Blick über das halbe Budget.
Legen Sie danach fest, was in Eigenleistung machbar ist. Streichen, Tapeten entfernen und Abbrucharbeiten kann man sich zutrauen. Elektro- und Sanitärarbeiten gehören in Fachhand – nicht nur wegen der Sicherheit, sondern auch wegen der Nachweise gegenüber Vermieter und Versicherung.
- Untergründe, Feuchtigkeit und Bodenaufbau prüfen
- Elektrik und Sanitär fachlich bewerten lassen
- Eigenleistung realistisch abgrenzen
- Budget mit 10–15 % Puffer kalkulieren
Schritt 2: Abbruch, Entrümpelung und Rohinstallation
Zuerst wird alles entfernt, was raus soll: alte Böden, Tapeten, ausgediente Einbauten, gegebenenfalls Fliesen. Danach folgt die grobe Installation – Schlitze für Leitungen, neue Steckdosen, Wasseranschlüsse. Erst wenn Leitungen liegen, kann verputzt und gespachtelt werden.
Kombinieren Sie Abbruch und Entrümpelung in einem Zug. Bauschutt, Sperrmüll und Altmobiliar getrennt zu sammeln kostet fast nichts extra, senkt aber die Entsorgungskosten deutlich, weil sortenreine Fraktionen günstiger sind als Mischabfall.
- Böden, Tapeten und Altbauten entfernen
- Elektro- und Sanitärleitungen neu verlegen
- Abfälle sortenrein trennen: Holz, Metall, Bauschutt, Restmüll
- Staubschutz an Türen und Treppenhaus anbringen
Schritt 3: Wände, Decken und Fliesen
Jetzt wird gespachtelt, verputzt, geschliffen und grundiert. Diese Phase bestimmt das spätere Erscheinungsbild mehr als die Farbe selbst: Eine sauber gespachtelte Wand mit Q3-Qualität sieht auch in einfachem Weiß gut aus, eine schlecht vorbereitete Wand macht jeden Anstrich kaputt.
Bad und Küche werden in dieser Phase gefliest. Wichtig ist die Trocknungszeit – Estrich, Ausgleichsmasse und Fliesenkleber brauchen ihre Tage. Wer hier drängt, riskiert Risse und Feuchteschäden. Planen Sie Trocknungszeiten fest in den Zeitplan ein, nicht als Puffer.
Schritt 4: Böden, Anstrich und Endmontage
Die Reihenfolge am Ende lautet in der Regel: Wände fertig streichen, dann Boden verlegen, dann Sockelleisten, dann Endmontage von Türen, Schaltern, Leuchten und Sanitärobjekten. Verlegt man den Boden zuerst, muss er aufwendig geschützt werden – ein Risiko, das sich selten lohnt.
Zum Schluss folgt die Bauendreinigung. Feinstaub setzt sich tagelang ab; eine gründliche Reinigung inklusive Fenster, Heizkörpernischen und Lüftungsgittern gehört zum Abschluss dazu, gerade wenn die Wohnung übergeben oder vermietet wird.
- Streichen vor Bodenverlegung
- Sockelleisten nach dem Boden
- Endmontage: Türen, Schalter, Leuchten, Sanitär
- Bauendreinigung inklusive Fenster und Heizkörper
Zeitplan und typische Fehler
Für eine leere 70-Quadratmeter-Wohnung mit neuem Boden, frischem Anstrich und kleineren Reparaturen sind ein bis zwei Wochen realistisch. Kommt ein Bad dazu, werden daraus schnell drei bis vier Wochen, weil Trocknungszeiten und Fliesenarbeiten den Takt vorgeben.
Die häufigsten Fehler: zu spät bestellte Materialien, kein Puffer für Überraschungen hinter der Wand, parallel arbeitende Gewerke ohne Abstimmung und fehlende Zwischenabnahmen. Halten Sie jeden Bauabschnitt fotografisch fest – besonders alles, was später verdeckt ist.
- Material früh bestellen, Lieferzeiten prüfen
- 10–15 % Zeit- und Kostenpuffer einplanen
- Zwischenabnahmen dokumentieren und fotografieren
- Gewerke nacheinander statt parallel takten

