Wie sich der Preis zusammensetzt
Vier Faktoren bestimmen die Kosten: das Volumen in Kubikmetern, der Aufwand beim Heraustragen, die Zusammensetzung des Materials und die Entsorgungsgebühren. Der Rest ist Detail. Das Volumen wird bei der Besichtigung geschätzt – ein voll belegter Keller mit 12 Quadratmetern entspricht schnell 15 bis 20 Kubikmetern lose gepacktem Material.
Der Aufwand hängt an Etage, Aufzug und Trageweg. Fünfter Stock ohne Aufzug in einem Wiesbadener Altbau bedeutet den doppelten Zeitaufwand gegenüber Erdgeschoss mit Halteverbotszone vor der Tür. Auch enge Kellergänge oder ein Dachboden mit Einschubtreppe verteuern deutlich.
Die Materialzusammensetzung entscheidet über die Deponiekosten. Sortenreines Holz, Metall, Papier und Elektrogeräte sind günstig bis kostenneutral zu entsorgen; Mischabfall, Bauschutt, Gipskarton und Sondermüll wie Farben, Öle oder Asbestplatten sind teuer.
- Volumen in Kubikmetern (nicht Wohnfläche)
- Etage, Aufzug, Trageweg und Zugänglichkeit
- Materialmix: sortenrein ist günstiger als Mischabfall
- Sondermüll und Bauschutt als Aufpreispositionen
- Zusatzleistungen: Demontage, Besenreinheit, Endreinigung
Richtwerte für das Rhein-Main-Gebiet
Als grobe Orientierung: Ein durchschnittlicher Keller oder Dachboden liegt häufig im niedrigen dreistelligen Bereich. Eine 2- bis 3-Zimmer-Wohnung mit normalem Hausrat bewegt sich meist im mittleren bis oberen dreistelligen Bereich, eine komplette Haushaltsauflösung im Einfamilienhaus im vierstelligen.
Verbindlich wird der Preis erst nach Besichtigung – kostenlos und unverbindlich, vor Ort oder per Video. Anbieter, die am Telefon eine Zahl nennen und am Räumungstag „unerwarteten Mehraufwand“ berechnen, sind das häufigste Ärgernis in dieser Branche. Bestehen Sie auf einem Festpreis mit klarer Leistungsbeschreibung.
Wertanrechnung: das übersehene Sparpotenzial
Nicht alles im Haushalt ist Müll. Gut erhaltene Möbel, Werkzeug, Elektrogeräte, Fahrräder, Schallplatten, Uhren, Musikinstrumente, Zinn, Silber und Antiquitäten haben einen Wiederverkaufswert. Seriöse Entrümpelungsfirmen bewerten diese Gegenstände und rechnen sie gegen den Preis der Entrümpelung an.
Wichtig ist Transparenz: Was angerechnet wird, gehört ins Angebot – Position für Position oder als klar benannter Gesamtabzug. Verkaufen Sie besonders Wertvolles gegebenenfalls vorher selbst; für alles Übrige ist die Anrechnung der bequemere Weg.
- Werthaltige Gegenstände vor der Besichtigung nicht wegwerfen
- Anrechnung schriftlich im Angebot ausweisen lassen
- Persönliche Dokumente und Fotos vorher sichern
- Gut erhaltenes spenden statt entsorgen – schont Preis und Umwelt
Der Ablauf in sechs Schritten
Nach der kostenlosen Besichtigung erhalten Sie ein Festpreisangebot. Am Räumungstag wird die Fläche geschützt, das Team räumt zimmerweise und trennt direkt beim Heraustragen nach Fraktionen. Danach folgt die besenreine Übergabe, auf Wunsch mit Endreinigung und kleinen Reparaturen.
Für Nachweise gegenüber Vermieter, Erbengemeinschaft oder Betreuungsgericht dokumentieren wir den Zustand vorher und nachher fotografisch und stellen Entsorgungsnachweise aus. Bei sensiblen Fällen – Wohnungsauflösung nach Todesfall, Messie-Wohnungen – arbeitet das Team diskret und ohne beschriftetes Fahrzeug, wenn Sie das wünschen.
- Kostenlose Besichtigung, vor Ort oder per Video
- Festpreisangebot mit klarer Leistungsbeschreibung
- Räumung mit Sortierung nach Fraktionen
- Wertanrechnung und Spendenweitergabe
- Besenreine Übergabe, optional Endreinigung
- Fotodokumentation und Entsorgungsnachweise
So senken Sie die Kosten
Der wirksamste Hebel ist Vorsortieren: Was Sie selbst als Papier, Glas oder Altmetall trennen, senkt den Mischabfallanteil. Der zweite Hebel ist Zugänglichkeit – eine beantragte Halteverbotszone verkürzt den Trageweg und damit die Arbeitszeit.
Sinnvoll ist außerdem, Entrümpelung, Renovierung und Umzug zu bündeln. Ein Team, eine Anfahrt, ein Termin – das spart gegenüber drei getrennten Beauftragungen spürbar und vermeidet Leerlauf zwischen den Gewerken.

